Bild: bumbleB / aboutpixel.de Post vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium bekommt man nicht alle Tage. Minister Ernst Pfister (FDP) wendet sich darin an die Regionalräte in Baden-Württemberg mit einem wichtigen Anliegen: dem Ausbau der Windkraft im Ländle. Das beiliegende Energiekonzept 2020 sieht eine stramme Verdoppelung der Windkraft auf 2 (in Worten: zwei) Prozent an der Stromerzeugung vor. Dass die bisherige Verhinderungspolitik der Landesregierung selbst dieses magere Ziel gefährdet, ist nun wohl auch in Stuttgart angekommen.
Das Landesplanungsgesetz im Südwesten sieht vor, dass lediglich in sehr eng begrenzten "Vorranggebieten" Windkraftanlagen zulässig sind. Alle anderen Standorte sind damit von vorneherein ausgeschlossen.
Nun kann man sicher sagen, dass Baden-Württemberg fernab jeder windstarken Küste vielleicht nicht das geeignetste Gebiet für Windenergie darstellt. Mag sein.
Dieses enge Korsett aber hat dazu geführt, dass bei uns weniger Strom aus Windkraft gewonnen wird als im viel kleineren Rheinland-Pfalz oder in Sachsen. Beide Länder verfügen nun auch nicht gerade über besonders ausgeprägte Küstenlandschaften.
Daher bleibt zu hoffen, dass die Regionalverbände zumindest der Aufforderung des Ministers nachkommen und die "Windkraftnutzung planerisch aktiv gestaltend .. fördern".