Stadtentwicklung ist mehr als Beton!

Kommunalpolitik

Wer einmal mit offenen Augen durch die drei Waghäuseler Stadtteile fährt, wird feststellen: an nahezu allen Ortseingängen finden sich Gebiete für Handel und Gewerbe. Einen Schönheitspreis gewinnt man damit nicht gerade.
Selbstverständlich muss eine Stadt den Gewerbetreibenden die notwendigen Entfaltungsmöglichkeiten geben. Nicht zuletzt hängen Arbeitsplätze und Gewerbesteuer von einer erfolgreichen Ansiedlungspolitik und Bestandspflege ab. Und zurecht kann man festhalten, dass beides in den letzten Jahren gut gelungen ist.

Darüber hinaus verfügt die Stadt Waghäusel noch über ausreichend Flächen für Gewerbe auf dem Gebiet der ehemaligen Südzucker-Fabrik. Durch den Abriss der meisten alten Gebäude und den demnächst zu beschließenden Bebauungsplan kann die Vermarktung dieser Grundstücke in die nächste Runde gehen.

Vor diesem Hintergrund ist es völlig unverständlich, warum von interessierter Seite nun die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen – quasi in Konkurrenz zum Südzucker-Areal – forciert wird.
Noch dazu wenn von manchen Ansiedlungswünschen besondere Belastungen für den Ortsteil Waghäusel zu erwarten wären.

Moderne Stadtentwicklung ist mehr als Betonfläche an Betonfläche zu reihen. Gerade im dicht besiedelten und bebauten Oberrheingraben können wir uns nur noch sehr schonenden Flächenverbrauch erlauben. Die Zahlen laut Statistischem Landesamt für Waghäusel: bereits heute sind 20,4 Prozent unserer Gemarkungsfläche als Siedlungs- und Verkehrsfläche verbaut. Damit liegen wir deutlich über dem Landesschnitt von 14 Prozent.

Verdichtung und Bebauung bestehender Gebiete ist das Rezept für künftige Stadtentwicklung. Flächenfraß und das weitere Zubauen unserer Ortseingänge kann niemand ernsthaft wollen.

 
 

Kommentare

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Waghäuseler Feld

Hallo Roman,

bezüglich Waghäuseler Feld gebe ich Dir Recht. An der Stelle noch ein weiteres Industriegebiet anzusiedeln macht nun wirklich keinen Sinn, wobei hier vermutlich auch noch die Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen mitspielen müsste und die wollen ja wohl ein eigenes Industriegebiet gegenüber dem alten Haupteingang der Zuckerfabrik realisieren, über desssen Sinn man auch wieder geteilter Meinung sein darf. Ich habe das Gefühl, da sind momentan einige Köche am Werk, deren Brei wir dann wieder gemeinsam auslöffeln dürfen . . .

Schöne Grüße
Franz

Autor: Franz Schweikert, Datum: 12.02.2010


Waghäuseler Feld

Hallo Franz,

konkret geht es um das "Waghäuseler Feld", sprich zwischen Bahnschienen und Kläranlage bis kurz vor den Ortsteil Waghäusel. Eine Gewerbebauung an dieser Stelle würde unweigerlich zu einer höheren verkehrlichen Belastung führen, die über eine Anbindung auf Höhe der Haslacher Straße erfolgen würde.

Deinen weiteren Konkretisierungswünschen komme ich gerne nach, sobald die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung das zulässt.

Viele Grüße,
Roman

Autor: Roman Götzmann, Datum: 12.02.2010


Stadtentwicklung ist mehr als Beton!

Hallo Roman,
Dein Artikel in Ehren, aber mehr als Allgemeinplätze gibt er nicht her. Du musst schon konkreter werden. Denn:
"Wer ist die interessierte Seite?"
"Wo soll die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen – quasi in Konkurrenz zum Südzucker-Areal – forciert werden?"
"Welche besonderen Belastungen werden von welchen Ansiedlungswünschen für den Ortsteil Waghäusel zu erwarten sein?"

Also nenne doch einfach mal Ross und Reiter!
Schöne Grüße
Franz

Autor: Fr nz Schweikert, Datum: 12.02.2010


 

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