
Unter dem Titel „Kein Flächenfraß im Waghäuseler Feld“ hatte der SPD-Ortsverein Waghäusel zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung eingeladen. Zahlreiche Bürger – insbesondere aus dem Ortsteil Waghäusel – waren der Einladung in das SSV-Clubhaus gefolgt.
Der Ortsvereinsvorsitzende Lutz Schöffel erinnerte zu Beginn an die Presseberichterstattung über die Ansiedlung eines Logistik-Unternehmens direkt vor den Toren des Ortsteils Waghäusel.
Anhand eines Planes verdeutlichte SPD-Fraktionschef Herbert Sand das betroffene Gebiet zwischen Bahnlinie und Kläranlage. Der Abschnitt an der L555 liegt dabei auf der Gemarkung Waghäusel, der hintere gehört zu Oberhausen-Rheinhausen. „Aus unserer Sicht ist dieses Gelände zur Zeit nicht bevorzugt als Gewerbegebiet zu verwerten“, so Sand. Er verwies dabei zum einen auf noch vorhandene Gewerbeflächen auf dem Südzucker-Areal. Zum anderen bringe gerade ein Logistik-Unternehmen keine hohen Arbeitsplatzzahlen mit sich.
Stadtrat Roman Götzmann betonte in diesem Zusammenhang auch die bereits heute vorhandene Verkehrsbelastung an der Kreuzung Haslacher Straße / L555: „Mit angekündigten 80 LKW-Bewegungen pro Tag Mehrbelastungen durch diese geplante Ansiedlung ist das Maß des Zumutbaren überschritten.“ Dies sei aber erst als Einstieggröße zu verstehen, die im Laufe der Jahre noch deutlich steigen würde.
stellte zum Abschluss klar, dass der Gemeinderat mehrheitlich mit den Stimmen der SPD die Aufstellung eines Flächennutzungsplans abgelehnt habe. Damit sind vorerst auf der Gemarkung der Stadt Waghäusel keine Gewerbeansiedlungen möglich.